Thermostatventile richtig voreinstellen

Der hydraulische Abgleich von Heizungsanlagen

Herzlich willkommen auf meinem Fachportal über den hydraulischen Abgleich von Heizungsanlagen. Der hydraulische Abgleich ist ein Thema, das in den letzten Jahren zu einem Synonym für Energieeffizienz in der Heizungstechnik geworden ist und in der Zukunft noch mehr für die Optimierung der Wärmeverteilung in Millionen von Bestandsgebäuden stehen wird.

Mein Tipp: Klicken Sie doch einmal auf die "?" in der nebenstehen Animation. Kommen Ihnen einige Fragen aus der Praxis bekannt vor? :-)

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Ist die Heizkurve richtig eingestellt?

Antwort: Was versteht man eigentlich unter „richtig eingestellt“? Es geht nicht nur um den Zusammenhang zwischen Vorlauf- und Außen-temperatur für einen Heizkreis. Hier sind die Anforderungen seitens des Wärmeerzeugers (z. B. Brennwertgerät via Wärmepumpe) für einen maximalen Anlagennutzungsgrad ebenso zu berücksichtigen wie die Anlagendynamik im Teillastfall.

Wann ist es sinnvoll die Heizungs-
umwälzpumpe zu tauschen?

Antwort: Sicherlich ist es sinnvoll einen alten „Stromfresser“ gegen eine neue Hocheffizienzpumpe zu tauschen. Aber bitte nicht nur einbauen sondern auch einstellen! Und das geht nur nach Berechnung oder Ein-messung. Außerdem ist ein Einstellnachweis für viele Fördermaßnahmen zwingend erforderlich. Wichtig: Eine neue Pumpe ersetzt NICHT den hydraulischen Abgleich – beides gehört zusammen!

Wie groß sind die Druckverluste
in den Rohrleitungen?

Antwort: Eine gute Frage, gerade in Bestandsanlagen. So gut wie nie ist eine Rohrnetzberechnung vorhanden. Gleichzeitig stellt sich aber auch die Frage, wie wichtig und aufwändig, zumindest für kleinere Wohneinheiten, eine (Nach)Berechnung überhaupt ist und wie groß die Auswirkungen auf die Dimensionierung und Einstellung der Armaturen sind. Wichtig ist an dieser Stelle auch immer die Berücksichtigung der Auslegungsparameter des Wärmeerzeugers.

Wie ermittle ich die Voreinstellung
am Thermostatventil?

Antwort: Am besten durch eine Berechnung nach den im Markt mittlerweile etablierten und für Fördermaßnahmen vorgeschriebenen Verfahren A und B (ohne bzw. mit Berücksichtigung einer vereinfachten, raumweisen Heizlastberechnung). Wichtig an dieser Stelle: Bitte kleine Voreinstellwerte durch reduzierte Differenz-drücke vermeiden. Dadurch können evtl. auftretende hydraulische Probleme durch Schmutz im Heizungssystem nachhaltig vermieden werden.

Wo kommen die Fließgeräusche
am Heizkörper her?

Antwort: Eigentlich immer durch zu große Fließgeschwindigkeiten am Heizkörperventil hervorgerufen durch zu hohe Differenzdrücke. Die Ursache: Falsch oder nicht eingestellte externe Pumpen, Brennwertthermen mit integrierten Pumpen und, vor allen in größeren Anlagen, zu hohe Differenzdrücke im Teillastfall aufgrund fehlender Zonierung und manueller Strangregulierventile.

Smart Home und Hydraulischer Abgleich –
gibt es da einen Zusammenhang?

Antwort: Egal welches Smart Home System Sie für eine individuelle Heizungsregelung einsetzen: Die Basis für max. Effizienz und Wohnkomfort ist immer ein hydraulischer Abgleich. Wichtig: Ventilgehäuse und Fühlerelemente (Antriebe) sollten immer aufeinander abgestimmt sein. Mein Tipp: Selbst adap-tierende Systeme benötigen Zeit für die gewünschte Abbildung des individuellen Nutzungsprofils.

Warum ist die Rücklauf-
temperatur zu hoch?

Antwort: Ganz einfach: Weil u. a. kein hydraulischer Abgleich durchgeführt wurde. Gerade bei Brennwertanlagen muss die Rücklauftemperatur möglichst niedrig sein, damit über die gesamte Heizperiode am Abgaswärmetauscher ein möglichst hoher Kondensationsgrad (Nutzung der latenten Wärme) erreicht wird. Wird der Volumenstrom an den einzelnen Heizkörpern begrenzt, hat das Heizungswasser einfach genug Zeit die Wärme (konstant) abzugeben, was zu einer niedrigeren Misch-wassertemperatur im Rücklauf führt.

Wozu benötige ich einen Differenzdruckregler?

Antwort: Um in einer volumenvariablen Anlage (hier 2-Rohranlagen) immer einen konstanten Differenzdruck bereitzustellen, benötigen Sie eine Strangarmatur, die diese Funktion erfüllt. Und zwar für jeden Lastfall von 0-100 %. In kleinen Anlagen kann dies auch die Heizungsumwälz-pumpe übernehmen (Einstellung konstanter Differenzdruck) sofern der min. Einstellwert unter 150 mbar (Richtwert) liegt.

Was muss ich bei einem neuen Wärmerzeuger beachten?

Antwort: Leider stelle ich immer wieder fest, dass der neue Wärmeerzeuger nur bzgl. der Heizleistung auf die Heizlast des Gebäudes oder der Wohneinheit abgestimmt ist. Gleichzeitig muss aber auch die Wärmeverteilung = der hydraulische Abgleich in Angriff genommen werden. Der hydraulische Abgleich ist Stand der Technik und „der“ Basisbaustein einer Heizungsoptimierung.

Und welche Rolle spielt das Nutzverhalten?

Antwort: Eine immer Wichtigere! Schlussendlich sollte das Ziel einer Heizungs-optimierung sein, dass der Nutzer sich wohlfühlt und dabei gleichzeitig Energie und Geld spart. Denn jedes Heizungssystem hat (physikalische) Grenzen, die man kennen sollte. Wer dieses System der Abhängigkeiten versteht, kann diese Grenzen aufzeigen und trotzdem Lösungswege aufzeigen.

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