Rohrnetzberechung im Bestand

Neben der Berechnung der raumweisen Heizlast ist dies das zweite Problem, das es zu lösen gilt. Diese Fragen höre ich immer wieder bei Schulungen: Wie kann ich eine Berechnung durchführen, wenn ich das Rohrnetz nicht kenne? Welche Software soll ich nehmen? Wie genau wird die Berechnung? Woher bekomme ich die Armaturenkennwerte? Und, und, und ....

Ich stelle noch eine weitere Frage: Macht eine Rohrnetzberechnung in einer Bestandsanlage überhaupt einen Sinn?

Generell gilt: Natürlich ist eine Rohrnetzberechnung immer die Basis für eine Armaturenauslegung. Nur können viele Annahmen aufgrund vieler unbekannter Parameter auch ein Ergebnis auf dem Papier erzeugen, das mit der Realität wenig zu tun hat. Deshalb sollte man sich besser die Frage stellen: Wieviel schlechter wird eigentlich das Berechnungsergebnis (oder die Funktion der Anlage), wenn ich auf eine Berechnung des Rohrnetzes (Bestand, kleinere Wohneinheiten) verzichte? 

Schauen Sie sich doch einfach das Video einmal in Ruhe an ....


Fazit: In kleineren Bestandsanlagen stellt sich wirklich die Frage nach dem Verhältnis Aufwand zum Nutzen. Wurde die Heizlast eines Gebäudes merklich reduziert und die Leistung des neuen Brennwertgerätes an den neuen Bedarf angepasst, resultieren daraus mit einer größeren Spreizung nur noch sehr kleine Wassermengen. Das Ergenbis ist in bestehenden Rohrnetzen ein vernachlässigbarer Druckverlust, der sich bei der Voreinstellung am Thermostatventil kaum bemerkbar macht.
Aber bitte auch andere Fälle betrachten. Anlagen mit z.B. Wärmepumpen (kleine Spreizungen, große Wassermengen) in Kombination mit sanierten Netzen müssen ganz anders betrachtet werden.

Doch dies ist ein weiteres, sehr umfassendes Thema. Schauen Sie doch einfach einmal bei einer Schulung vorbei!