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Hydraulischer Abgleich - Denken im System HYDRAULISCHER ABGLEICH
 
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Die Auslegungstemperaturen

Von großer Bedeutung für die Berechnung bzw. die Auslegung der geplanten Armaturen ist die Wahl des Wärmeerzeugers. Denn mit der Wahl des Wärmerzeugers werden gleichzeitig die Systemtemperaturen festgelegt. In der folgenden Tabelle finden Sie meine Empfehlungen, die generell auf der Basis folgender Rahmenbedingungen basieren.

  • Reduzierung der Vorlauftemperatur so weit wie möglich
  • Ausreichend hohe Vorlauftemperatur im Teillastbereich zur Schnellaufheizung bei Teilnutzung des Gebäudes
  • Möglichst geringe Rücklauftemperatur zur Brennwertnutzung  

Hier finden Sie meine "Temperaturen" als Basis für eine Analyse, Auslegung und Optimierung.
  • 90/70°C: Es war einmal ........ So betreibt man heute keine Anlage mehr. Hohe Bereitschafts- und Verteilverluste mit mangelndem Wohnkomfort sind Schnee von gestern - es sei denn das Holz kostet nichts ...
  • 70/55°C: Eigentlich der "Standard" für Bestandsanlagen. Viele Gebäude der 70er und 80er Jahre werden heute noch mit NT/Heizwertkesseln betrieben - und werden mit diesen Temperaturen "warm"; dank damaligem Angstzuschlag und Teilsanierungen wie z.B durch neue Fenster. Mit nachgerüsteten Thermostatventilen mit Voreinstellung muss nur der hydraulische Abgleich durchgeführt werden. Berechnungswerkzeuge: Datenschieber oder Software Wichtig: Möglichst geringer Auslegungsdifferenzdruck (50 mbar) für den optimalen Einsatz einer Hocheffizienzpumpe.
  • 60/40°C oder 65/40°C: Ideal für Brennwertgeräte (Gas oder Öl) . Die Vorlauftemperaturen sind deutlich niedriger, bieten aber im Teillastbereich noch eine "gefühlte" Wärme, nicht nur ein psychologischer Effekt. Die Rücklauftemperatur garantiert auch bei Ölbrennwertgeräten eine 100%ige Nutzung des Kondensates. Sehr wichtig: Durch die große Spreizung von 20 - 25 K reduzieren Sie die Wassermengen deutlich. Nochmals reduzierte Auslegungsdifferenzdrücke ermöglichen noch geringere Pumpenförderhöhen. Berechnungswerkzeuge: Software, z.B. DanBasic, Auslegung (fast) immer mit Ventilen mit Feinstvoreinstellung und Auslegungsproportionalbereich 1K., vorher wird die raumweise Heizlast berechnet,
  • 55/45°C: Kann ich nicht empfehlen  Durch die halbe Spreizung zu z.B. 60/40°C verdoppeln Sie den notwendigen Massenstrom, vervierfachen den notwendigen Differenzdruck, der z.B. von der Pumpe bereitgestellt werden muss!  Denn unter dem Begriff "Nachhaltigkeit" verstehe ich auch die Optimierung der laufenden Kosten für die Hilfsenergie. Und die steigt prozentual zum Gesamtenergieverbrauch bei gut wärmegedämmten Gebäuden merklich an. Planungsfehler schlagen sich demnach später in Form von höheren, aber vermeidbaren Kosten wieder.
Zwei Tipps: Wenn Brennwertgeräte (Thermen) eingesetzt werden, überprüfen Sie bitte die Restförderhöhe der eingebauten Pumpe. So gut wie immer sollte/muss ein Differenzdruckregler eingesetzt werden. Setzen Sie einen (kleinen) Pufferspeicher innerhalb der thermischen Hülle ein - die Lösung gegen das "Takten" von Brennwertgeräten und EVO Sperrzeiten bei Wärmepumpen.

Das Zusammenspiel

Generell muss man sich die Frage stellen, ob durch den Ersatz oder den Tausch des Wärmeerzeugersystems das Wärmeübergabesystem (Thermostatventile, Heizkörper, Fußbodenheizung) weiterverwendet werden kann. Dabei geht es um die geeigneten voreinstellbaren Thermostatventile (Grund-KvWert), die Dimensionierung der Heizflächen und die Anpassung des Temperaturniveaus an die durch den neuen Wärmeerzeuger definierten Rahmenbedingungen. Daraus ergeben sich die neu zu berechnenden Volumenströme an den Heizkörperthermostatventilen und die Differenzdrucksollwerte der Differenzdruckregler bzw. die Förderhöhe der Heizungsumwälzpumpe.

Wird in Altbauten auch noch die Heizlast merklich verringert, so ist eine rechnerische Überprüfung absolut notwendig. Gegebenenfalls sollten hier statt trägen Systemen (Radiatoren mit großem Wasserinhalt) Heizflächen mit geringer Wärmekapazität (Plattenheizkörper) oder schnell reagierende Flächenheizsysteme eingesetzt werden.



 
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