Warning: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at /homepages/9/d187011129/htdocs/index.php:89) in /homepages/9/d187011129/htdocs/openx/lib/xmlrpc/php/openads-xmlrpc.inc.php on line 163
Hydraulischer Abgleich - Denken im System HYDRAULISCHER ABGLEICH
 
HOME
ÜBER MICH
MEIN ZIEL
NEWS
KONTAKT
PARTNER
MEIN HAUS
GÄSTEBUCH
 
  TOP Thema
  Einleitung
  Lernen und verstehen
  Grundlagen Anlagentechnik
  Armaturen im Detail
  Systembetrachtung 2-Rohranlagen
  Abgleichstrategien von Altanlagen
  Berechnung von Heizungsanlagen
  Werkzeuge zur Berechnung (Datenscheibe, APP, DanBasic)
  Fachwissen hydraulischer Abgleich
  Hydraulik Spezial (1-Rohranlagen, Fußbodenheizung)
  Anlagenbeispiele - Praxistipps
  Hydraulische Schaltungen
  Energie sparen
  Service
  Download
  FAQ (häufig gestellte Fragen)
  Schulungen
  ... auf YouTube
  Mein Energiesparhaus
  In eigener Sache
  Besucherzahlen
  Danke!
  Referenzen
  Kommentar
  Gästebuch
 

Fördern und fordern (6/16)

Liebe Leserinnen und Leser,

es tut sich was in der Republik. Da ich ja schon ein paar Tage in dieser Branche tätig bin und in den letzten Wochen und Monaten landauf und landab viele Schulungen, Workshops und Vorträge zum Thema  Hydraulischer Abgleich und Systemoptimierung gehalten habe, kann ich definitiv feststellen: Mit dem Vorhandensein eines ersten kleinen Leitfadens in Form des VdZ Bestätigungsformulars für die KfW/BAFA Förderung hat das Interesse an bzw. die Nachfrage nach Schulungen schlagartig zugenommen. Es wurden zwar schon immer Veranstaltungen zur Weiterbildung angeboten, aber die Schulungseffizienz = die Umsetzung in die Praxis ließ bisher doch arg zu wünschen übrig.

Aber was ist passiert, das zu diesem Umdenken geführt hat? Zunächst ein kleiner Rückblick: Seit Ende 2014 gibt es das VdZ/KfW Bestätigungsformular (Einzelmaßnahme und Effizienzhaus) für den Nachweis des hydraulischen Abgleichs, mit dem vor allem eins erreicht wurde: Einen „ersten“ roter Faden für einen zukünftigen Energiearchitekten (ich verwende auch gerne den Begriff „Hausarzt“ ;-)), in dem Verfahren für die Durchführung des hydraulischen Abgleichs in Bestandsanlagen in unterschiedlichen Qualitätsstufen beschrieben sind. Sicherlich ist schon der ein oder andere Fachmann (oder Fachfrau) über diese Formular gestolpert.

Seit Anfang dieses Jahres höre ich fast nur noch eine Frage: Können sie Verfahren B? Ein Indiz, dass dieses Papier mit Handlungsoptionen zum Nachdenken und Handeln zwingt, weil es gefordert wird. Leider fehlen im aktuellen Formular noch klare Angaben zur Vorgehensweise bei  Fußbodenheizungen und Einrohranlagen – aber sei es darum – es funktioniert, der erste Schritt ist getan.

Der entscheidende Auslöser war das Anfang Januar 2016 eingeführte Förderprogramm 430 der KfW mit dem neuen „Heizungspaket“. Aber warum ? Ganz einfach: Für eine max. Förderung (hier 15%) für einen neuen Wärmeerzeuger (bitte die Ausnahmen beachten!) inkl. erforderlichen hydraulischen Abgleich muss auch die max. Forderung nach dem Verfahren B erfüllt sein – und das ist auch gut so.

Um es auf den Punkt zu bringen: Erstmalig fordert man im Bestand ein möglichst genaue Ermittlung der raumweisen Heizlast – und genau diese zu erbringende, primär wichtige Leistung versteckt sich im Wesentlichen hinter dem Verfahren B. Zum Verständnis: Im Gegensatz dazu wird im Verfahren A die Annahme getroffen, dass die installierte Wärmeübertragerfläche (z.B. der/die Heizkörper) und die angenommene Übertemperatur „passt“ (Details zu den Verfahren finden Sie auf der Rückseite des Bestätigungsformulars)

Hut ab vor der strukturierten Vorgehensweise der verantwortlichen Sachbearbeiter und Entscheider, gerade dieses wesentliche Kriterium zu fordern, um Qualität zu fördern! Oder mit anderen Worten: Wenn der notwendige Bedarf (raumweise Heizlast) nicht bekannt ist kann man sich eigentlich weitere „Scheinberechnungen“ in Sachen Hydraulik sparen.

Dass die Umsetzung in der Praxis funktioniert und vor allem das Interesse da ist (gut, auch ein sanfter Zwang:-), kann ich durch das Feedback vor Ort nur bestätigen. Denn es geht in Schulungen bei weitem nicht nur darum, die Funktion von Komponenten zu erklären, sondern ein Systemverständnis zu vermitteln, ohne das es nicht geht. Denn der hydraulische Abgleich ist nicht kompliziert, nur komplex.

Danach ist der Schritt zu einer richtig funktionierenden Anlage nicht mehr weit: Sie brauchen nur das passende Werkzeug dazu. Und das gibt es schon sehr lange – die DanBasic V, die übrigens hervorragend für beide Verfahren A und B geeignet ist – man muss nur logisch denken und modular vorgehen. Des Weiteren dient diese Anwendung (man kann es auch Werkzeug nennen) nicht nur zur Berechnung von kleineren Bestandsgebäuden, sondern ist auch hervorragend dazu geeignet, Berechnungsergebnisse zu bewerten und mit Fachwissen Optimierungen durchzuführen.

Natürlich muss diese Dienstleistung der Berechnung erbracht, bezahlt und vom ausgewiesenen Fachmann auf dem Formular bestätigt werden. Aber mit der max. Höhe der Förderung sollte weder der Endkunde, noch der Qualität liefernde Fachmann auf diesen Berechnungsweg nach dem Verfahren B verzichten. Am Ende steht eine nach dem Stand der Technik ausgeführte Anlage mit einem Einsparpotential in der Größenordnung von 15% durch den Vorgang der Systemoptimierung. Oder anders gesagt: Wer auf dem halben Weg mit dem Ziel vor Augen stehenbleibt (Verfahren A), verschenkt unnötig wichtige Prozentpunkte in Sachen Eneegieeinsparung.

Viele Grüße
Bernd Scheithauer


Abwragprämie für die Heizung ? (8/12)

So oder ähnlich lautet die Botschaft, wie in den letzten Tagen in den Medien zu lesen war. Nun ja, klingt ja erstmal gut: Man bekommt eine Prämie für was Altes – und soll sich was Neues kaufen. Hatten wir doch schon mal vor 3 Jahren. Da ging es einem Industriezweig schlecht – und diesem wollte man mit stattlichen Subventionen wieder auf die Beine helfen. Manch einer hat es verstanden (und die Pause genutzt), andere stehen heute vor dem gleichem Problem.

Aber der Heizungs- und Sanitärindustrie geht es doch gar nicht so schlecht. Der BDH meldete für  2011 einen Arbeitsplatz- und Umsatzrekord trotz Modernisierungsstau in Heizkellern. Und das erste Halbjahr sehen die Umsatzzahlen auch nicht so schlecht aus. Im Neubau ist sogar ein Wachstum zu verzeichnen.

Kennen Sie einen Handwerker, der zur Zeit eine freie Minute hat, um Ihnen ein Angebot für eine neue Heizungsanlage zu machen? Der baut nämlich viele neue Bäder ein, weil man damit noch mehr gutes Geld verdienen kann.

Aber zurück zu der Aussage in der Überschrift, die in ähnlicher Weise auch von der Frankfurter Rundschau*  aufgegriffen wurde:

Neue Heizungen braucht das Land

Nein: Bestimmt NICHT. Dem Autor sei verziehen, dass er, wie viele Politikern, Entscheider oder Fachleute, vielleicht sogar unbewusst, einem Trugschluss aufgesessen ist. Eine neue Heizung bedeutet eben fast immer ein neuer Heizkessel (siehe Überschrift). Wenn wir schon über Prämien oder Abschreibungsmodelle auf mehr oder weniger oberster politischer Ebene diskutieren, dann bitte auf der Basis einer klaren und zutreffenden Definition:

Effiziente Heizungsanlagen braucht das Land

Ja: Das stimmt! Und dafür brauchen wir aber im ersten Schritt eine Förderung von professionell ausgebildeten Fachleuten, die den Bestand zunächst einmal analysieren, z.B. durch einen Heizungscheck. Denn die meisten Heizungsanlagen (Heizungskessel) sind gar nicht so schlecht, wie oft dargestellt. Ich meine natürlich nicht Kesselanlagen die 25 Jahre und älter sind! Kleiner Tipp, auch für den Laien: Wenn Sie im „Heizungskeller“ die Wäsche trocknen können, rufen Sie bitte gleich Ihren Heizungsfachmann an, um einen Termin für den Austausch des Wärmeerzeugers zu vereinbaren.

Aber sollte das gute Stück  nur vielleicht 15 Jahre alt sein ….irgendwie muss ich jetzt wieder an viele alte Autos denken, die sich damals noch so gut „in Schuss“ befanden und die es jetzt nicht mehr gibt ……dann sollte man dringend einen Fachmann zu Rate ziehen, der Ihnen zeigt, wie man mit gering investiven Maßnahmen = einem hydraulischen Abgleich + Systemoptimierung = Einstellung und Abstimmung der vorhandenen Komponenten), sprich „kleinem Geld“,  auch 10% - 15% Energie sparen kann. Denn mehr holen Sie im System mit einem neuen Wärmeerzeuger auch nicht heraus.

Weitere Diskussionen über max. Einsparpotentiale und pauschale Kosten sollten auch hier aufhören. Denn jede Anlage ist anders, und jede Anlage muss individuell betrachtet werden. Dazu braucht man „Profis“, die es leider flächendeckend in Deutschland nicht gibt.

Das wird in Fachkreisen ungern gehört, ist aber so. Aber diese Aussage greift keine Berufsgruppe an, weil es dieses neue Berufsbild des „Energiearchitekten“ (noch) gar nicht gibt. Deshalb macht es auch wenig Sinn, Kessel abzuwracken, weil es ja erst jemanden geben muss, der sagt, was „abwrackwert“ ist oder nicht. Wer mehr zu Thema Systemeffizienz durch Wissen erfahren möchte, kann sich gerne durch 2 Fachartikel „Hydraulischer Abgleich - Wege zum Ziel“ mit dem Erfolgsdreieck Wissen, Tools und Zeit weiter informieren.

Förderung konkret

Damit nicht wieder nur eine Sau durchs Land getrieben wird, die nur kurzfristig eine Staubwolke hinterlässt, ein konkreter Vorschlag, wie man etwas mittelfristig bewegen kann

  • Steuerliche Förderung (keine Prämie) für Wärmeerzeuger die älter als 20 oder 25 Jahre sind
  • Beratungsprämie für qualifizierte „Energiefachleute“ für eine Systemanalyse und konkrete Vorschläge zur Optimierung von Bestandsanlagen (Austausch + Abstimmung)

Zu Punkt 1: Eine Prämie für alte Kesselanlagen erzeugt nur einen Mitnahmeeffekt (wie bei der Solarförderung) mit Kosten, die an anderen Stelle gegenfinanziert werden müssen.

Solange in den Köpfen der Betreiber Energiekosten keine oder nur eine untergeordnete  Rolle spielen (wie bei den Fahrern/Besitzern von SUVs auf unseren Straßen), geht dies nur über mittelfristige Betrachtung =  Steuerliche Abschreibung mit dem Ziel der Wertsteigerung der Immobilie durch reduzierte Betriebskosten

Zu Punkt 2: Ein Prämie für eine qualitativ hochwertige Beratung macht Sinn, damit ein Anreiz für Aus-, Weiterbildung und Qualifikation geschaffen wird. Und, viel wichtiger, dass die sehr beratungsintensive Dienstleistung lukrativ ist, sprich honoriert wird.

Schlussbemerkung: Durch Aus- und Weiterbildung von Fachleuten wird durch deren Beratung auch eine Bewusstseinsänderung des Verbrauchers in Sachen Umgang mit der Ressource Energie stattfinden. Ein immenses, bisher ungenutztes Potential. Sonst sieht das Resultat so aus wie wir es heute auf unseren Straßen sehen: High-Tech in überdimensionierten neuen Autos, aber es wird mehr gefahren als bisher – und auch nicht sonderlich bewusst.

Vielleicht ist „Energie“ einfach noch viel zu billig!? Heute wollen viele eigentlich keine Energie sparen, sondern nur möglichst wenig dafür ausgeben. Traurig, aber stetig steigende Energiepreise werden irgendwann mehr und mehr Betroffenen weh tun. Man könnte heute schon etwas dagegen tun - Think big - start small ! 

Bernd Scheithauer

*Headline FR / Wirtschaft vom 18./19.08.12

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
ISH 2011 - Ein Rückblick (4/11)
Es ist geschafft ... oder besser: Ich bin geschafft! 5 Tage Standdienst hinterlassen ihre Spuren: Die Stimme ist weg, die Füße platt und zu seinem Rücken hat man auch wieder ein "schmerzliches" Verhältnis
Aber: Es hat sich gelohnt.

(ISH 2011)

-----------------------------------------------------------------------------
Warum haben Sie noch nicht modernisiert ? (6/10)

Kennen Sie auch den alten Spruch des Heizungsfachmanns: Warm wird´s immer! Stimmt. Die Frage ist nur: Zu welchen Kosten, bei immer weiter steigenden Energiepreisen ? 

(Modernisierung)

-----------------------------------------------------------------------------------------
Werksseitige Voreinstellung (11/08)
Vor einigen Tagen erhielt ich von einer außerordentlich kompetenten Fachkollegin in Sachen TGA Planung dieses Schreiben aufgrund einer Veröffentlichung eines Heizkörperherstellers.
Ich möchte diese Aussage nicht weiter kommentieren, bilden Sie sich Ihre eigene Meinung

(Eine Meinung)

An dieser Stelle nur ein Hinweis auf die DIN EN 14336 - (Absatz 5.5 - Spülen der Anlage vor Inbetriebnahme und Angang C) und eine gedankliche Anregung an alle Praktiker: Was passiert wohl beim füllen bzw. spülen einer zu sanierenden Anlage ? Stichwort: Schmutzpartikel. Gerne lese ich ihren Kommentar in einer e-mail an info@hydraulischer-abgleich.de



 
IMPRESSUM DATENSCHUTZ KONTAKT