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Hydraulischer Abgleich - Denken im System HYDRAULISCHER ABGLEICH
 
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Qualitätsstufen des hydraulischen Abgleichs

Sie müssen einen hydraulischen Abgleich durchführen? Sie benötigen "eigentlich" nur eine Liste mit den Voreinstellwerten für die Thermostatventile? Und das am besten gleich .... 

Nun, ganz so einfach geht es nicht. Denn eine Frage muss man sich bei jeder Aufgabe stellen: Wie viel Aufwand ist notwendig, um ein bestimmtes Ergebnis (Qualitätsstufe) zu erzielen? Denn der Aufwand = Arbeit muss auch bezahlt werden. Und: Lohnt der "Mehraufwand" überhaupt, um das Ergebnis wirklich besser zu machen?

Mit der folgenden Grafik möcht ich Ihnen dies näher erläutern. Auf der X-Achse sind der Aufwand, die Zeit und die Kosten zu sehen. Auf der Y-Achse die Qualität des hydraulischen Abgleich bzw. das erreichbare Einsparpotential durch diese Maßnahme. Grob gesagt: Mehr Aufwand führt zu höherer Einsparung. Aber, sehen wir uns das einmal genauer an.
Hierzu gibt es 3 Lösungsansätze mit den Betrachtungspunkten A, B und C.  


Lösung A - Die Basislösung

... oder wenig ist viel mehr als gar nichts. Für diesen (Vor)abgleich ist eine Annahme für die Berechnung entscheidend: Die Heizkörperleistung ist gleich der Heizlast des Raumes. Diese Annahme vereinfacht den Aufwand erheblich, führt aber nur zu einem Einsparpotential von 6-8%. Sie benötigen dazu eine Datenscheibe, einen APP oder Tabellen, mit denen sich über die Heizkörpergröße, einer praxisnahen Vorlauftemperatur/Spreizung und einem möglichst geringen Auslegungsdifferenzdruck schon ein gutes Ergebnis erzielen lässt. Die Fakten:
  • Annahme Heizlast im Raum = Heizleistung des(r) Heizkörper(s)
  • Auslegung über die Heizköpergröße
  • Auslegungstemperatur: 70/55°C
  • Auslegungsdifferenzdruck max. 50 mbar
  • Proportionalabweichung im Auslegungsfall: 2K
Fazit: Schnelle Einstiegslösung für den (Vor)abgleich, das mögliche Einsparpotential wird nur zur Hälfte ausgeschöpft.  

Lösung B - Die Profilösung

Mit einer einfach und schnell zu bedienenden Software inkl. VDI 3805 Schnittstelle sind Sie einfach besser beraten. Der (Vor)abgleich durch die Eingabe der Daten dauert zwar ein wenig länger, dafür erhalten Sie aber eine Projektverwaltung und einen „sauberen“ Ausdruck, z.B. nach VOB, oder für die KfW/BAFA. Durch eine optionale, raumweise Heizlastberechnung zur Gegenüberstellung der Berechnungsergebnisse „Heizlast Raum – Heizleistung Heizkörper“ erhalten Sie deutlich bessere Ergebnisse.
Auf dieser Basis können weitere Optimierungen durchgeführt werden: Die Ermittlung der neuen Vorlauftemperatur/Spreizung in Abhängigkeit vom Wärmeerzeuger und des minimal notwendigen Differenzdruckes über den Ventilen für größtmögliche Regelgüte (Ventilautorität). Dies führt zu einer Systemoptimierung. Die Fakten:
  • Optionale raumweise Heizlastberechnung für exakte Einstellwerte
  • VDI 3805 Schnittstelle zur Auswahl der geeigneten Ventile und Regelarmaturen
  • Systemoptimierung durch hydraulischen Abgleich, Ermittlung der neuen Heizkurve und ein möglichst niedriger Auslegungsdifferenzdruck (gute Ventilautorität und geringe Pumpenförderhöhe)
  • Ausdruck für Fachunternehmererklärung und Fördermittel
Fazit: Durch Systemoptimerung Einsparpotential maximiert / verdoppelt auf rund 15% - Ganz klar meine Empfehlung! 

Lösung C - Die Premiumlösung ?

Sicherlich unter physikalischen/rechnerischen Gesichtspunkten die beste Lösung. Aber lohnt sich der Mehraufwand (Normgerechte Heizlast, Eingabe des Rohrnetzes) wirklich, gerade für Bestandsanlagen? Ich sage ganz klar: Nein! Warum: Eine Heizlastberechnung ist nur so gut wie die bekannten Baustoffkennwerte. Kennen Sie diese? Wie groß sind die Toleranzen? Dito das Rohrnetz: Bögen, Winkel, Verschmutzungsgrad, Verlauf bekannt?

Hinzu kommt, dass größere Spreizungen für Brennwertgeräte tendenziell kleinere Wassermengen mit sich bringen, ebenso wie eine reduzierte Heizlast durch Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden.  Berücksicht man diese Einflüsse bei einer Rohrnetzberechnung, so hat dies in kleineren Anlagen - oder großen Anlagen, die hydraulisch in kleine Anlagen zerlegt werden – einen fast unbedeutenden Einfluss. Betrachtet man sogar die innere Ventilautorität bei Ventilen mit integrierter Voreinstellung, so wird diese darüber hinaus bei den definierten Rahmenbedingungen (xp=2K) sogar noch besser ! (Bild) Die Fakten:
  • Rein rechnerisch die beste Lösung
  • In der Praxis kaum ein Mehrwert
  • Hoher Aufwand durch zusätzliche Parameter oder CAD Eingabe
  • Der Aufwand muss bezahlt werden
 
Fazit: Der hohe Aufwand wird sich nicht mit einer messbaren Energieeinsparung rechtfertigen lassen. Investieren Sie lieber in verbesserte Regelungstechnik.

Schlussbetrachtung: Die Lösungen A und B stellen ein optimales Kosten-Nutzen Verhältnis dar, um viele Millionen Bestandsanlagen schnell und kostengünstig effizienter zu machen. Klimaschutz heißt auch (hydraulische) Mängel schnell zu beheben  - am besten in kleinen Schritten. Hier gilt die Redewendung Kleinvieh macht auch Mist im übertragenen Sinne: Mit wenig Geld und kleinen Schritten kann man (auch) viel erreichen!

Weitere Info´s finden Sie bei den Sanierungsfahrplänen und im Leitfaden für den hydraulischen Abgleich



 
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