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Hydraulischer Abgleich - Denken im System HYDRAULISCHER ABGLEICH
 
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TOP Thema -  Hydraulischer Abgleich im ARD-Ratgeber

Liebe Leserinnen und Leser,

das Thema "hydraulischer Abgleich" wird zur Zeit sehr intensiv von Fachleuten als kostengünstige Maßnahme zur Energieeinsparung diskutiert und kommuniziert. Auch das Fernsehen hat sich nun dieses Themas angenommen, um den Endkunden auf dieses bisher ungenutzte Einsparpotential hinzuweisen.

Sensibilisieren: Ja - Informieren: Ja, aber bitte fachlich und sachlich richtig, was, zugegebenermaßen bei diesem Thema nicht einfach ist. Was ich diesem Bericht entnommen habe, ist ............. nun sehen Sie zunächst einmal diesen Beitrag vom WDR: Der ARD Ratgeber Bauen und Wohnen vom 2.5.2010

Sind Sie nun ein wenig schlauer? Falls "Ja", dann hätte ich hierzu einige Anmerkungen

  • Wie man mit einer Wärmebildkammera Rückschlüsse auf die Leistung eines Heizkörpers schließen kann, ist mir vollkommen schleierhaft. Sparen Sie sich diese "Fotosafari" in Ihrer eigenen Wohnung. Es sei denn, Sie möchten (und können) anhand der mittleren Oberflächentemperatur, die Sie aufgrund der Rot-Blau Färbung sehen, in einem schwingenden System mit selbsttätigen Reglern die Heizleistung eines Heizkörpers ermitteln  Kein Mensch kann mit dieser Information etwas anfangen. Mein Urteil:
  • Als Hobbymusiker kann ich Familie Breuer nachfühlen: Der Kunde wird sicher lange warten, bis sich das System "findet". Wurde etwa  falsch geplant ? 10 - 20 - 30 % sparen - hört sich gut an - wenn ein System abgeglichen wird - und nicht nur eine Wassermengenbegrenzung durchgeführt wird.
  • Eine gängige Abgleichmethode: Wasser ablassen. Solch einen Unsinn habe ich selbst von Pseudofachleuten noch nie gehört.  Oder ging es in dem Beitrag darum aufzuzeigen, dass auch ein Ventileinsatz mit Voreinstellung eingebaut werden kann? Dann aber bitte vor einer Veröffentlichung den Bericht von einem Fachmann "probeschauen" lassen!
  • Mit Erfahrung und Augenmaß Raummaße und Heizleistung schätzen? Oh Gott! Wie soll das gehen? Hier kann nur, falls keine Heizlastberechnung durchgeführt wird, die Annahme gelten: Raumheizlast gleich Leistung der/des Heizkörper(s). Dies führt bei allen Heizkörpern immer zu eine relativ gleichen Mengenverteilung (grobe Planungsfehler ausgeschlossen) und NIE zu einem Mehrverbrauch. Im schlimmsten Fall führt dies zu einer Unterversorgung. Datenschieber sind, in den Händen eines Fachmanns und bei definierten Rahmenbedingungen ein sehr praxisnahes Werkzeug, mit dem sich gute Ergebnisse erzielen lassen.
  • Ein neues Thermostatventil mit Messgerät und Software: In wenigen Minuten wird der Massenstrom ermittelt .... ähm ..... Welcher Massenstrom ? .... Woher kommt der benötigte Wert ? Der erforderliche Massenstrom wurde doch vorher bestimmt über eine Heizlast, definierten Systemtemperaturen und vor allen Differenzdrücken ermittelt. Wenn "Ja", nehmen Sie doch einfach einen Datenschieber und stellen den erforderlichen Kennwert am Ventil ein - geht schneller   Bitte auch beim "Einmessen" darauf achten, dass die Pumpe im definierten Betriebspunkt läuft, den der Fachmann sicherlich kennt!
  • Fußbodenheizung und Thermokamera. Wie sollen denn Heizregister mit unterschiedlichen "Farbtönen = Rücklauftemperaturen" untereinander abgeglichen werden können? Auf welche Rücklauftemperatur sollen alle Heizkreise eingestellt werden ? Und wie lange soll das dauern ? Wir brauchen praktikable Lösungen für dieses, zugegeben nicht einfache, spezielle Thema Abgleich einer Fußbodenheizung
  • Real-Hydraulik: ....Damit können Hunderte von Heizkörpern großer Wohnblocks gleichzeitig optimiert werden ..... Innerhalb von Stunden erfolgt der automatische Abgleich .....Nun gut. Stellen Sie sich einmal diese Lösung in einem Wohnkomplex von 100 WE mit ca. 700 HK vor - verkabeln, Absprache mit den Bewohnern, Zeit, Kosten .... Denn der hydraulische Abgleich soll ja überall durchgeführt werden - in einen ständig durch unterschiedliche Lastzustände und Nutzerverhalten schwingenden System. Jetzt wird es ein wenig "technisch": Der theoretische Ansatz ist  o.k.: Schrittweise Hubreduzierung und Hubbegrenzung in einem Näherungsverfahren, bis eine gewünschte Spreizung am HK erreicht ist. Die Folge ist eine gleichmäßige Wassermengenverteilung an den Heizkörpern. Frage: Auf welcher Basis = Vorlauftemperatur (u.a. in Abhängigkeit des Wärmeerzeugers) soll optimiert werden? Stimmt diese Temperatur überhaupt? Welche Rücklauftemperatur soll sich ergeben? Welche Massenströme sind im installierten Rohrnetz gewünscht? Wie wirken sich diese auf die Ventilautotität aus?  Ist die Heizkurve richtig eingestellt, bei welcher Außentemperatur wird die Optimierung durchgeführt? Stimmt in jedem Raum das Verhältnis Heizlast zu installierter Heizleistung (bei definierten Rahmenbedingungen). Ganz wichtig: Wurde vorher die Höhe der max. notwendigen Differenzdrücke ermittelt und für den Teillastfall differenzdruckregelnde Maßnahmen vorgesehen? Fragen, Fragen, Fragen, ..... Bei zu hohen Differenzdrücken und überhöhten Heizkurven (die Praxis) werden sich stark begrenzte, min. Ventilhübe ergeben. Und bei einer Anlagenoptimierung mit reduzierten Vorlauftemperaturen auf der Basis einer gerechneten Heizlast! wird es zu einer Unterversorgung von Heizkörpern kommen.   
Mein Fazit - auch an den WDR: Zunächst einmal ein "Danke" dass Sie sich diesem Thema angenommen haben. Hier schlummert ein riesiges Einsparpotential - in 9 von 10 Gebäuden. Der korrekte Abgleich ist kostengünstig und effizient.
Aber es wäre besser gewesen, sachlich über die Einsparpotentiale zu informieren, auf Schwachstellen hinzuweisen und Lösungswege aufzuzeigen. Diese sind fast immer individuell, müssen strukturiert sein und vom Fachmann durchgeführt werden.

Obwohl und weil ich bei einem großen Armaturenhersteller tätig bin, bemühe ich mich immer um neutrale, technisch fundierte Sachinformationen, die auf dieser WebSite jedem zur Verfügung stehen. Aber diese fehlen leider in diesem Bericht.

Wie so etwas aussehen kann sehen Sie hier



Mein Tipp: Zunächst Basisinformationen bereitstellen und eine neutrale Anlagenbewertung durchführen. Dann weis der Kunde auch anschließend, dass eine Heizungsanlage nicht eben mal in 5 min zu optimieren ist!

Mit freundlichem Gruß
Bernd Scheithauer  

 













 
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