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Hydraulischer Abgleich - Denken im System HYDRAULISCHER ABGLEICH
 
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Was bringt wie viel?

Diese Frage höre ich immer öfter. Gut so, denn das bedeutet, dass man sich immer mehr mit dem Thema "Systemoptimierung" beschäftigt. Ich spreche bewusst von einer Systemoptimierung, wovon der hydraulische Abgleich ein wesentlicher und wichtiger Teil der Gesamtbetrachtung ist. Für einen "Leitfaden der Einsparpotentiale" bedarf es jedoch einiger Vorabinformation - oder Gedanken, die man sich machen sollte. Vorab sollte man folgendes bedenken: 

  • Welche Vorgaben / Vorleistungen / Rahmenbedingungen sind für eine bestimmte Maßnahme erforderlich?
  • Wie hoch ist der Aufwand zum Nutzen?
  • Welche (Berechnungs)Werkzeuge werden benötigt?
Um einige Aussagen, die am "Markt" getätigt werden in einen notwendigen Rahmen zu fügen, hier mein "Leitfaden", wobei es immer zu bedenken gilt: Bei der Einsparung in %  handelt es sich immer um eine Größenordnung, die durch den Nutzer und dessen (Heiz)Verhalten immer beeinflusst wird. 

Basis: Heizungsanlage (NT), 2-Rohrsystem ohne hydraulischen Abgleich, Thermostatventile ohne Cencer-Mark / EffizienzLabel

Schritt 1
: Hydraulischer (Vor)Abgleich, neues Fühlerelement mit Effizienzlabel, Auslegungsproportionalbereich xp=2K
  • Produkte: Voreinstellbare Thermostatventile, neuer Flüssigkeitsfühler RAW 5010 (Siftung Warentest 01/2017: Bester Fühler!, kaufen)
  • Berechnung ohne Heizlast (Annahme Heizlast = Heizkörperleistung)
  • Werkzeug: Datenscheibe oder APP
  • Einsparung: 6 - 8 %*
  • Fazit: Wenig Auswand, kleiner Nutzen - Wichtig: Anlage mit  nicht voreingestellten Ventilen spülen (Verschmutzungsproblematik)
Schritt 2: Systemoptimierung: hydraulischer Abgleich, Auslegungsproportionalbereich xp=1K, Temperatur- und Druckoptimierung Schritt 3: Elektronischer Regler anstelle Heizkörperthermostat (mechanisch mit Ausdehnungselement)
  • Produkte: Elektronischer Heizkörperthermostat (PID-Regler)
  • Berechnung immer in Kombination mit dem abgestimmten Ventilunterteil !
  • Einsparung: zusätzlich 2-3%* (zu Schritt 1 oder 2)
  • Fazit: Max. Einsparung pro Raum durch größtmögliche Regelgenauigkeit (xp= 0,2K)
Schritt 4: Dezentrales Zeitprogramm für individuelles Heizen Schritt 5: Gebäudeleittechnik (GLT)
  • Produkte: Zentrales Mastermodul, Raumthermostate, Ventile mit Stellantrieben oder dezentralen Pumpen
  • Einsparung: Durch Rückmeldung auf die zentrale Regelung weitere 5% (Schätzung)
  • Fazit: Max. Energieeinsparung durch adaptive Regelung, deutlicher Mehraufwand bei Installation und Material, komplexes System, Spezialwissen unerlässlich
Einen kompakten Überblick für 2-Rohrsysteme finden Sie hier:
* = Einsparungen abhängig von Nutzerverhalten und Gebäude


 
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