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Hydraulischer Abgleich - Denken im System HYDRAULISCHER ABGLEICH
 
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FAQ  - 16 Fragen und Antworten für den Endkunden

Ein kleines "Vorwort": Sicher haben Sie sich schon in dem ein oder anderen Forum informiert, oder es zumindest versucht. Bitte bedenken Sie bei ihren Recherchen immer vier Dinge:

  • Eine Heizungsanlage ist ein sehr komplexes System mit vielen Wechselwirkungen. Wenn Sie an einer "Stellschraube" drehen, hat dies sofort Auswirkungen auf das ganze System.
  • Die Heizungsanlage ist ein Teil des Systems "Haus", die immer auf die Heizlast (Wärmebedarf) des Hauses und der einzelnen Räume angepasst werden sollte.
  • Der Wärmeerzeuger steht so gut wie immer am Ende der Betrachtung, wenn es um eine strukturierte Optimierung oder Erneuerung des Heizungsystems geht! Dieser Fehler, den Wärmeerzeuger an den Anfang einer Betrachtung zu stellen, wird permanent in Diskussionen oder Foren gemacht!
  • Suchen Sie sich einen Fachmann, der Ihnen die Zusammenhänge erklären kann und informieren Sie sich online, z.B. unter www.heizungsanlagen-optimieren.de oder mit einigen Animationen unter www.deutschland-hat-den-dreh-raus.de 
Ich möchte und muss mich hier auf die Fragen zur Heizungsanlage beschränken, werde aber trotzdem versuchen, Ihnen einen "roten Faden" aufzuzeigen. Denn mit einer strukturierten Vorgehensweise können Sie mit wenig Geld viel Energie sparen. Mir geht es auch nicht um "Bastellösungen" von Endkunden mit dem Hobby "Heizung", sondern um eine flächendeckende Vorgehensweise für Tausende von Heizungsanlagen im Bestand: Einfach, logisch und effizient!

Allgemeine Fragen

Frage 1
: Warum „spare“ ich eigentlich Energie durch den hydraulischen Abgleich?
Antwort: Die Heizungsanlage soll dafür sorgen, dass die richtige Wassermenge (Wärmemenge) zur richtigen Zeit (wenn es warm sein soll) am richtigen Ort (im Raum) ist – und das ist bei über 90% aller Heizungsanlagen nicht der Fall. Kennen sie diesen "Zustand"?
Um diese „Mängel: „zu kalt und zu spät warm“ zu beheben, wird meistens „verschlimmbessert“: Die Heizungsumwälzpumpe wird auf eine höhere Stufe gestellt, die sogenannte „Heizkurve“ (Kennlinie Heizmitteltemperatur – Außentemperatur) wird angehoben. Mit dem Ergebnis von Geräuschen in der Heizungsanlage und den Verschwendungsfaktoren …

  • In den (nun) überversorgten Räumen (da keine Wassermengenbegrenzung vorhanden) wird in zu kurzer Zeit zu viel Wärme bereitgestellt, die Thermostatventile können dies nicht mehr kompensieren, die Raumtemperatur steigt an und bleibt ohne Regeleingriff auf einem höheren Temperaturniveau (Fachbegriff: Selbsttätiger Regler). Verschwendungspotenzial ca. 1% pro 0,1°C !!! Raumtemperaturerhöhung (TU-Dresden)
  • Der Thermostat kann seiner eigentlichen Aufgabe der Fremdenergienutzung (z.B. Sonneneinstrahlung in den Raum, Abwärme durch Computer) nur noch teilweise erfüllen, die Regelung wird schlechter, auch wegen der viel zu großen Pumpeneinstellung (zu hohe Differenzdrücke an den Ventilen).
  • Höhere Vorlauftemperaturen führen zu größeren Verteilverlusten im Rohrleitungsnetz.
  • Durch eine höhere Kesseltemperatur sinkt der Wirkungsgrad des Heizkessels
  • Zu viel Wasser durch die Heizkörper bedeutet, dass der Heizkörper „keine Zeit“ hat, die Wärme langsam an den Raum abzugeben. Die Rücklauftemperatur bleibt längere Zeit auf einem höheren Niveau, was wiederum den Wirkungsgrad moderner Wärmeerzeuger mit Brennwerttechnologie weiter reduziert.
  • Die Betriebsnebenkosten in Form von Hilfsenergie (Strom für die Heizungsumwälzpumpe) werden unnötig in die Höhe getrieben.

Der Einspareffekt (oder die Verlustminimierung) ist also durch der Summe der einzelnen Optimierungsmaßnahmen zu erzielen!

Frage 2: Ich möchte meine Heizungsanlage auf den neuesten Stand bringen. Wie gehe ich am besten vor?
Antwort: Ganz einfach. Machen Sie zunächst einen Heizungscheck. Das ist nichts anderes, als wenn Sie mit ihrem PKW zur Inspektion fahren und ein Fachmann aufgrund einer Checkliste den Zustand Ihres Fahrzeugs beurteilt.

Frage 3: Gibt es hierzu ein Standardverfahren?
Antwort: Ja. Schauen Sie einfach unter www.heizcheck-online.de (Bewertung) nach. Dort wird Ihre Heizungsanlage in die 3 Bereiche Wärmeerzeugung, Wärmeverteilung und Wärmeübergabe "zerlegt" und die einzelnen Bausteine der Heizungsanlage werden bewertet. Dies macht der Fachmann mit dem Ziel, gemeinsam mit Ihnen den "Ist" Zustand zu bewerten, anschließend die Schwachstellen zu verbessern und die Komponenten aufeinander abzustimmen und einzustellen (Voreinstellung der Ventile, Einstellung der Pumpe und der Regelung).

Frage 4: Thema BAFA-Förderung und hydraulischer Abgleich - was muss ich beachten, was wird benötigt?
Antwort: Sie benötigen zur Beantragung des Fördergeldes immer die Rechnung über die eingebauten Produkte und ein Berechnungsprotokoll, in dem die Voreinstellwerte der eingebauten Armaturen dokumentiert sind (Beispiel Danfoss RA-UN für Anlagen mir Brennwerttechnologie). Ich empfehle immer zusätzlich ein Bestätigungsprotokoll der erbrachten Leistung inkl. der Rahmenbedingungen, auf welcher Basis gerechnet wurde. Nicht einfach ein "x" unten auf einem Papier unter "hydraulischer Abgleich durchgeführt", sondern eine detailierte Übersicht, was gemacht wurde. Hierzu habe ich ein entsprechendes Formular entwickelt.

Frage 5: Was kostet eigentlich ein hydraulischer Abgleich?
Antwort: ... wird in Kürze im TOP-Thema behandelt, da sehr komplex

Frage 6: Ich möchte einen hydraulischen Abgleich durchführen lassen. Wie und wo finde ich einen Fachmann, der es wirklich kann?
Antwort: Zunächst einmal hier ...

Frage 7: Ist der hydraulische Abgleich gesetzlich vorgeschrieben?
Antwort: Nein, es gibt kein Gesetz für den hydraulischen Abgleich, aber einige Richtlinien und Verordnungen. Hier wird immer wieder die VOB/C zitiert. Wichtig: Die VOB/C kann nur in Anspruch genommen werden, wenn ein schriftlicher Vertrag existiert.
Um Streitigkeiten bzgl. einer unentgeltlich zu erbringenen Nebenleistung zu vermeiden, bestehen Sie immer auf eine eigene Position zum hydraulischen Abgleich im Angebot! 
Nebenbei bemerkt: Für viele Fördermaßnahmen zur Erneurung einer Heizungsanlage ist der hydraulische Abgleich Pflicht! Siehe hierzu die Information der KfW. Aber auch ohne Fördergelder ist ein Abgleich immer sinnvoll. Sie sparen immer!


Frage 8: Kann ich als Laie etwas falsch machen?
Antwort: Ja  - indem einfach ohne Basiswissen irgendwo und irgendetwas einge- oder besser verstellt wird. Auf welcher Grundlage? Bitte nicht nach Gefühl! Der größte Fehler ist so gut wie immer, dass am Wärmeerzeuger (Heizkessel) angefangen wird. Falsch! Am Anfang steht nach dem Gebäude (deshalb heizen Sie ja) die Wärmeübergabe (Heizkörper / Heizfläche je Raum), dann die Verteilung (Rohrnetz) und dann am Ende die Wärmeerzeugung.

Also: Überlassen Sie die Arbeit lieber dem Fachmann - und bereiten sich besser darauf vor, den "richtigen" Fachmann zu finden!


Fragen
zur Technik

Frage 9: Wann funktionieren alte Fühlerelemente eigentlich nicht mehr? Oder wann sollten sie getauscht werden?
Antwort: Das ist gar keine so leichte Frage  Wenn sich durch Drehen des Fühlerelementes (im Uhrzeigersinn) das Ventil nicht mehr schließen lässt, ist das Fühlerelement mit hoher Wahrscheinlichkeit defekt. Häufigkeit: Selten. Bitte das komplette Ventil vom Fachmann auf Verschmutzung im Ventil(kegel) prüfen lassen. Häufigkeit: Ebenfalls selten. Fühlerelemente mit einem sogenannten Dehnstoffelement sind mit hoher Wahrscheinlichkeit schon lange nicht mehr richtig funktionsfähig - bitte fragen Sie Ihren Fachmann. Mein Tipp: Tauschen Sie Fühlerelemente, wenn noch KEIN Prüfkennzeichen (CENCER-Mark) auf dem Fühlerelement sichtbar ist (weitere Infos unter heizcheck-online oder dincertco) gegen ein neues Fühlerelement mit Energieeffizienzlabel. Solch ein altes Fühlerelement funktioniert zwar noch, ist aber nicht nach einer Prüfnorm mit definierten Qualitätsmerkmalen getestet. Zum Vergleich: Nehmen Sie einen Crash-Test mit einem Golf II und einem Golf VI -  - das ist der Unterschied. Wählen Sie einen (guten) Standardfühler mit Flüssigkeitsfüllung (Danfoss RAW) oder, besser, ein höherwertiges Produkt mit Gasfüllung (Danfoss RA 2000). Ideal: Ein programmierbarer Fühler mit Zeitsteuerung für Ihr individuelles Nutzungsprofil. Siehe auch unter WebSite des Monats

Frage 10: Wir haben doch Thermostatventile. Wozu dann noch einen hydraulischen Abgleich durchführen lassen?
Antwort: Nun, wichtig ist zu verstehen, dass dieses "Thermostatventil" aus 2 Komponenten besteht: Dem Fühlerelement (zur Einstellung der Temperatur und Fremdwärmenutzung, Gas - oder Flüssigkeitsfühler) und dem Ventilgehäuse zur Wassermengenbegrenzung. Dies beiden Komponenten bilden eine Einheit und müssen durch eine Berechnung aufeinander abgestimmt werden. Ist dies nicht der Fall, z.B. durch eine fehlende Wassermengenbegrenzung (Voreinstellung) am Ventilgehäuse, kann das Fühlerelement seiner eigentlichen Aufgabe zur Fremdwärmenutzung = Einergieeinsparung nicht mehr optimal nachkommen. Noch mehr Informationen + Animation gewünscht ? Klicken Sie bitte hier

Frage 11: Muss ich für einen hydraulischen Abgleich meine Ventil(unterteile) an den Heizkörpern tauschen?
Antwort: Für den hydraulischen Abgleich müssen Ventile mit einer sogenannten Voreinstellung eingebaut sein. Dies kann Ihnen Ihr Heizungsfachmann sagen. In vielen Fällen sind diese Ventile schon eingebaut und es muss dann nur noch eine Berechnung der Voreinstellwerte vorgenommen werden. Ev. lassen sich auch nur die Ventileinsätze des Ventilgehäuses vom Fachmann tauschen; das Ventilgehäuse und die Rohrleitung bleiben unberührt. Ist dies nicht möglich, muss ein neues Ventilgehäuse eingebaut werden.

Frage 12: Unser Installateur sagte uns, dass mit dem Einbau einer neuen Hocheffizienzpumpe kein hydraulischer Abgleich mehr notwendig wäre. Stimmt das?
Antwort: Nein. Eine Pumpe kann immer nur eine bestimmte Wassermenge zur Verfügung stellen, aber nicht verteilen! Die richtige Wassermenge zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist die Aufgabe von voreinstellbaren (und auch voreingestellten!) Thermostatventilen. Eine neue (Stromspar)Pumpe hat nichts mit einem hydraulischen Abgleich zu tun, ist aber ein sinnvoller Baustein für eine Systemoptimierung.

Frage 13: Nach dem Einbau eines neuen Heizkessels (Brennwerttherme) haben wir auf einmal Geräusche an den Thermostatventilen der Heizkörper. Auf- oder Zudrehen bringt nur kurzfristig eine Besserung. Vorher hatten wir keine Geräusche.
Antwort: Das Problem ist bekannt - und nimmt stetig zu. Die Antwort einfach: Die in den Brennwertthermen eingebauten Pumpen sind viel zu "groß". Zum einen wegen Mindestumlaufmengen und hoher innerer Widerstände beim Wärmeerzeuger, zum anderen weil die eingebaute Pumpe auch bei einen Fußbodenheizung eingesetzt werden könnte. Hier ist eine stärkere Pumpe notwendig. Wie löst man das Problem? Einen Differenzdruckregler (Für den Fachmann: Typ ASV-PV) einbauen.

Frage 14: Ich habe als Vorlauftemperatur 55°C bei -5°C Außentemperatur gemessen. Ist das "gut"?
Antwort: Das kann Ihnen nicht sagen - und auch niemand anders! Messungen an Heizungsanlagen sind ohne Kenntnis der Rahmenbedingungen fast immer sinnlos. Sparen Sie sich die Zeit! Suchen Sie sich lieber einen Fachmann, der Ihre Heizungsanlage (und das Gebäude bzw. die Wohnung) fachlich bewertet und dann optimiert. Immer in der Reihenfolge: Raumweise Heizlastberechnung, Wärmeübergabe in den Räumen inkl. der Regelungskomponenten und deren Auslegung (hydraulischer Abgleich), die Wärmeverteilung (Pumpe, Regelarmaturen, Verteilsystem 1- oder 2-Rohr) und zum Schluss der Wärmerzeuger (Technologie, Einstellung).

Frage 15: Ist ein 1-Rohrsystem hydraulisch abzugleichen, wie geht das, wird der Abgleich auch von der BAFA gefördert?
Antwort: Ja, auch 1-Rohrsysteme kann man hydraulisch abgleichen. Einen Mengenbegrenzung (wieviel Wasser fließt) wird nicht wie bei einer 2-Rohrheizung am einzelnen Heizkörper, sondern je 1-Rohrkreis vorgenommen. Am einzelnen Heizkörper kann und darf nichts eingestellt werden. Das geeignete Ventil Typ AB-QM wird einfach eingebaut und vom Fachmann berechnet und eingestellt. Falls Sie mehr zum Thema erfahren möchten lesen Sie bitte hier.

Frage 16: Wir haben eine Fußbodenheizung, ohne Regelung und, wahrscheinlich, ohne hydraulischen Abgleich. Was kann man da tun?
Antwort: Ganz ehrlich ein sehr "kniffeliges Thema", für das ich auch noch nach einer "Patentlösung" suche. Wichtig - und aufwändig - ist zunächst die Beurteilung der Fussbodenheizfläche (Anzahl der Kreise, Verlegeabstand, Verschmutzungsgrad der Rohre, Fußbodenoberfläche, ...). Wie dies zu bewerten ist lesen Sie hier (für den technisch interessierten Laien). Theoretisch umsetzbar, aber praktisch viel zu aufwändig = zu teuer für mehr als 1 Mio. Fußbodenheizungen in Deutschland. Ich arbeite an einer Lösung. Doch Sie können schon etwas tun. Eine gute Regelung hilft schon sehr viel !




 
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