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Hydraulischer Abgleich - Denken im System HYDRAULISCHER ABGLEICH
 
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Plan A

Altanlagen mit nahezu unveränderter (raumweiser) Heizlast

Vorgaben / Annahme: Die raumweise Heizlast ist gleich der vorhandenen Heizkörperleistung.

Vorgehensweise: Auf der Basis einer gewünschten Ventilautorität erfolgt die Auslegung der Thermostatventile mit einem Differenzdruck von 50 mbar. Als Referenzpunkt dient entweder die Heizungsumwälzpumpe oder der Strangdifferenzdruckregler mit einem Sollwert von 100 mbar. Aus der folgenden Grafik ergeben sich die max. Entfernungen zum letzten Heizkörper.

Berechnung
1. Aufnahme der vorhandenen Heizflächen (Heizkörpertyp, Baujahr, Baumaße)
2. Ermittlung der Vorlauftemperatur auf der Basis der bekannten / eingestellten Heizkurve
3. Ermittlung der Massenstromes
4. Auswahl des geeigneten Ventilgehäuses
5. Auswahl des gewünschten Antriebes (Fühlerelement, Stellantrieb)
6. Festlegung der max. Regeldifferenz (AP-Bereich), z.B. xp = 1K
7. Festlegung des Auslegungsdifferenzdruckes (z.B. 50 mbar)
8. Ermittlung des Voreinstellwertes und der realen Regeldifferenz
9. Optional: Berechnung des Druckverlustes des Differenzdruckreglers inkl. Absperrventil
10. Berechnung der min. Förderhöhe der Heizungsumwälzpumpe
11. Dokumentation der Einstellwerte
 
Überprüfung der Voreinstellwerte
Die Voreinstellwerte sollten zwischen 2,5 und N (offen) liegen.
Generell sollte geprüft werden, ob der Differenzdruck über dem Ventil nicht weiter gesenkt werden kann.
Bei Einstellwerten kleiner 2,5 => Ventile mit kleineren Grund Kv-Wert wählen.
Bei Einstellwerten N (offen) => Differenzdruck über dem Ventil prüfen, ev. Nennweite ändern.

Die Werkzeuge zur Berechnung
Die Berechnung erfolgt entweder über einen
Datenschieber oder über eine Armaturenauslegung

Voraussetzung für die Durchführung der Voreinstellung
Die Heizungsanlage muss gespült werden (siehe DIN EN 14336), und zwar vom höchsten Punkt der Anlage zum tiefsten Punkt. Dabei müssen die Ventile geöffnet sein, d.h. der hydraulische Abgleich erfolgt nach der Spülung der Anlage. Die Befüllung der Anlage erfolgt ebenso bei geöffneten Ventilen. Bitte langsam füllen, die Pumpe nach der Befüllung 2 - 3 mal über einen längeren Zeitraum abschalten.


Einstellung der Ventile vor Ort
Die Ventile sind vor Ort aufgrund der Berechnungsunterlagen (Heizlast, angenommener Differenzdruck, geplante Spreizung in Abhängigkeit vom Wärmeerzeuger, Temperaturniveau, Armaturtentyp, ...) einzustellen.



 (Plan A)

Ein Dokument für die Bestätigung des hydraulischen Abgleichs finden Sie hier

 (Bestätigung hydraulischer Abgleich)


 
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