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Hydraulischer Abgleich - Denken im System HYDRAULISCHER ABGLEICH
 
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ISH 2011 - Ein Rückblick (3/11)

Es ist geschafft ... oder besser: Ich bin geschafft! 5 Tage Standdienst hinterlassen ihre Spuren: Die Stimme ist weg, die Füße platt und zu seinem Rücken hat man auch wieder ein "schmerzliches" Verhältnis
Aber: Es hat sich gelohnt. Eine tolle Präsentation von Danfoss war der Lohn harter Arbeit für die vergangenen Wochen. Die neue Reglerserie "Danfoss living" (Link zur neuen WebSite) sind dank der Funktionen und Bedienerfreundlichkeit sehr gut angekommen - dazu aber später einmal mehr ...

Was gab es Neues zum Thema "hydraulischer Abgleich"?

Nun, zunächst muss einmal ganz herzlich Danke sagen für die vielen Besucher bei mir auf dem Präsentationsstand. Einerseits um mir einmal persönlich ein Lob für meine WebSite zu überbringen   und andereseits für das immer größer werdende Interesse am "Systemgedanken". Das freut mich ungemein. Mein Dank zurück an die vielen vielen Leser, die mehr wollen als einfach nur Komponenten einbauen und die vielen Anregungen, die ich in den nächsten Monaten in unserem Lernportal dancademy umsetzen werde. Dazu später mehr.

Licht und Schatten ... gab es natürlich auch.

Der Flop   der Messe ist für mich die Werksvoreinstellung von Thermostatventilen der Firma Kermi. Ich hatte dieses Thema schon einmal ausführlich kommentiert (siehe hier). Nun ist genau der Effekt eingetreten, den ich befürchtet habe: Viele Beschwerden am Stand, ratsuchende Heizungsfachleute: Funktioniert nicht, Heizkörper werden nicht warm, Probleme mit Schmutzpartikeln, könnt ihr das besser?, usw. Ich habe mein Bestens zur Schadensbegrenzung (Negativ-Image des hydr. Abgleichs) getan und kann es nur immer wieder wiederholen: Sachverstand ist wichtiger als ein Pseudoabgleich. Systemtemperaturen  und -drücke müssen auf die Heizlast, die Wärmeverteilung und -erzeugung individuell abgestimmt werden. Gerade die viel zu großen Auslegungsdifferenzdrücke bereiten durch dadurch entstehende kleine Voreinstellungen Verschmutzungsprobleme, von einer katastrophal schlechten (inneren)Ventilautorität ganz zu schweigen. Ebenso ist es mir unverständlich, wie man mit nur wenig mehr Aufwand rund 10% Energieeinsparung einfach verschenkt. Und jetzt auch noch externe, außenliegende Ventile mit Werksvoreinstellung ........ und Tschüss Systemgedanke.

Ein kleiner Lichtblick ist der Optimierungsansatz des gleichen Herstellers zum Thema 1-Rohrheizungen: Von der volumenkonstanten- zur volumenvariablen Anlage im Teillastfall. Aber wofür der Austausch eines 1-Ventils am Heizkörper gut sein soll zwecks Volumenstromerhöhung am HK bei Volumenreduktion im Strang ist mir schleierhaft. Und überlegen Sie einmal, was im Aufheizvorgang passiert? Das Thema ist doch immer der hydraulische Abgleich (auch von Einrohranlagen!) + Systemoptimierung!
Wie man es viel besser machen kann? Jeder Fachmann weiß, dass man merklich Leistung nicht mit Volumenstrom sondern mit einer (kleinen) Korrektur der Vorlauftemperatur (hier Mischwassertemperatur) bewerkstelligt. Mein Tipp: Nehmen Sie einen Volumenstromregler mit mechanischem QT Aufsatz (
siehe hier) und reduzieren Sie die Energieverschwendung durch Isoliermaßnahmen der Kreise, da eine unkontrollierte Wärmabgabe in 1-Rohrkreise bis zu 80% (Teillastfall) betragen kann. Das ist billiger und (fast) genauso effektiv, ohne dass man die Ventile am Heizkörper tauschen muss.
Wichtig: Prüfen Sie, ob die Einrohranlage überhaupt für einen Brennwertgerät geeignet ist (z.B. Auslegung 70/55). Dann ist ein Festwert der eingestellten Rücklauftemperatur unter der Berücksichtigung der Jahresheizarbeit auch sehr effektiv.  Wer mehr lesen will kann sich hier mit Hilfe von 3 Fachartikeln weiter informieren.

Top  ist meines Erachtens die Idee der Firma Viessmann. Hier spürt man den Systemansatz, sicherlich aus einer Notwendigkeit heraus geboren. Nach Eingabe der notwendigen raumweisen Heizlast, Heizkörperauslegung und des Thermostatventiltyps (man beachte!: Basis VDI 3805/2 Datensatz) wird über Service Funk Stellantriebe der anlagenspezifische Volumenstrom ermittelt und über die hinterlegten Kv-Werte der Thermostatventile die Voreinstellung ermittelt. Sehr gut! Da fehlt nur noch ein PID-Regler von Danfoss (Living connect ) und es darf richtig gespart werden. Aber ich wette, mit einer praxisgerechten Berechnung geht es genau so schnell und gut 

Schlagworte wie "Automatischer Abgleich" oder "hoher Aufwand"

Der Aufwand ist nicht hoch, wenn man versteht worauf es ankommt  und über die passende Software für eine individuelle Vorgehensweise verfügt. Viele Kunden haben mir dies bestätigt. Ein "automatischer/automatisierter Abgleich" erfordert auch Zeit und kostet Geld: Denn Gebäudedatenerfassung, raumweise Heizlastberechnung und Produktmerkmale wie Heizkörper- und Ventiltypen sind die Basis für die "Automatik" - ohne die geht es nicht. Klingt natürlich gut, nach der Basisarbeit zu sagen: geht automatisch - Bitte immer mal etwas hinter die Fassade schauen!

Mein persönliches Fazit: Es fehlt nicht an Produkten, es fehlt an Systemverständnis, Aus- und Weiterbildung. Wir haben in Deutschland hervorragende Produkte - aber verschenken sehr viel Einsparpotential durch ein schlechtes Zusammenspiel. Wir brauchen "Energiearchitekten" mit  Systemkompetenz für Systemeffizienz.

Aber es geht vorwärts, was auch die hervorragende Akzeptanz und Bewertung unseres Online-Lernportals Dancademy zeigt. Hier werden die Lösungswege für die Praxis aufgezeigt, damit wir etwas bewegen können. Die in der Höhe nie erwartete Zahl der bestandenen Kurse mit Zertifikat zur weiteren Qualifikation der Fachleute spricht eine deutliche Sprache.
Ich habe viele Ideen von der Messe mitgenommen - freuen Sie sich auf weitere Kurse in den nächsten Monaten -  und natürlich weitere Informationen hier auf dieser WebSite.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Scheithauer

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Warum haben Sie noch nicht modernisiert ? (6/10)

Kennen Sie auch den alten Spruch des Heizungsfachmanns: Warm wird´s immer! Stimmt. Die Frage ist nur: Zu welchen Kosten, bei immer weiter steigenden Energiepreisen ? 

Die Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft e.V. (VdZ) hat im Rahmen der aktuellen GfK-Umfrage „Modernisierungsbarometer für Hausbesitzer 2010“ 500 Hausbesitzer in Deutschland befragen lassen, ob sie in den letzten drei Jahren Modernisierungsarbeiten an ihrer Heizungsanlage durchführen ließen. Das Ergebnis: 76 Prozent wurden nicht aktiv, obwohl knapp jeder Dritte eine Anlage älter als 15 Jahre im Keller stehen hat. Die Begründung scheint recht einfach zu sein: Die Anlage funktioniere ja noch einwandfrei, gaben 96 Prozent als Grund an.

Ist das nicht die eigentliche Kernaussage! Und ... woher hat der Laie diese Meinung? Fehlt es hier nicht an Tansparenz zwischen "funktioniert noch" und "was wäre heute möglich"? Wie sieht es mit einer sachlichen Beratung des Kunden aus?


Quelle: Modernisierungs-Barometer für Hausbesitzer 2010 im Auftrag des VdZ/GfK 03/2010

Der Heizungsfachmann und der Schornsteinfeger sind die eigentlichen Bezugspersonen in Sachen fachkompetenter Beratung vor Ort. Hier ist der eigentliche Ansatz zu suchen. Dabei geht es nicht nur um eine Beurteilung der Komponenten, wie es in einem ersten "Standard zur Dokumentation" im Heizungscheck versucht wird, sondern um eine strukturierte Systembetrachtung. Das erfordert Wissen und Zeit ! (System)Wissen, das sich die Fachleute unbedingt aneignen müssen und Zeit, die auch vom Kunden bezahlt werden muss. Das wird der Kunde auch gerne tun, wenn ihm seitens des Fachmanns der Vorteil einer Heizungserneuerung einfach und transparent aufgezeigt wird: Einsparpotentiale - Investition - Amortisatioszeit.

Nur knapp die Hälfte aller Befragten wünscht sich eine bessere Übersicht bei Förderprogrammen und mehr Fördermittel. Wenn dem so ist ! Das KfW-Programm 431 bzgl. der Optimierung von Bestandsanlagen ist übersichtlich - und man muss nicht immer nach dem Staat rufen, wenn es um den eigenen Geldbeutel geht. Umweltbewußtsein fängt bei jedem selbst an - wenn man nur will !

Eine Unsicherheit bei kompetenter Beratung kann es nicht geben und geringinvestive Maßnahmen zur Anlagenoptimerung, sind, wie es der Name schon sagt, unschlagbar im Kosten/Nutzenverhältnis  - und "die" Alternative zum (teuren) Tausch eines Wärmeerzeugers. Gestatten Sie mir die Frage: Wurde vor Ort richtig aufgeklärt ?

Man spart zu wenig Energie? Nein! Man verschwendet unsinnig Geld und Energie, wenn man nichts tut!

Richtig beraten, vom "Energiearchitekten", der die Zusammenhänge versteht und individuell berät, werden Sie sich in Zukunft über geringere Energiekosten freuen können.

Mit freundlichem Gruß
Bernd Scheithauer

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Die Politik setzt sich durch (03/10)
Sei dem 1.4.2009 gibt es das KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ (Progr. 431). Mit dieser Förderung unterstützt die KfW Bank die Optimierung von Heizungsanlagen, u.a. den Austausch von nicht voreinstellbaren gegen voreinstellbare Thermostatventile, den hydraulischen Abgleich, den Einbau von Hocheffizienzpumpen und die Verbesserung der Regelungstechnik. Der Investitionszuschuss beträgt 25%  ........

(kompletter Artikel)

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KfW Förderung und Bestätigung (10/09)
Seit dem 1.4.2009 (Änderungen zum
1.4.2010) gibt es das neue Förderprogramm der KfW "Energieeffizient Sanieren" (431). Ein durchaus gelungenes "Produkt", dass u.a. dazu dienen soll, die von der Bundesregierung vorgegeben Ziele zur Reduktion von Schadstoffen schneller zu erreichen.

 (Kompletter Artikel)

Hier ein
Link zu umfangreichen Informationen Das wird gefordert --- das sollte gefordert werden
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Werksseitige Voreinstellung (11/08)
Vor einigen Tagen erhielt ich von einer außerordentlich kompetenten Fachkollegin in Sachen TGA Planung dieses Schreiben aufgrund einer Veröffentlichung eines Heizkörperherstellers.
Ich möchte diese Aussage nicht weiter kommentieren, bilden Sie sich Ihre eigene Meinung

(Eine Meinung)

An dieser Stelle nur ein Hinweis auf die DIN EN 14336 - (Absatz 5.5 - Spülen der Anlage vor Inbetriebnahme und Angang C) und eine gedankliche Anregung an alle Praktiker: Was passiert wohl beim füllen bzw. spülen einer zu sanierenden Anlage ? Stichwort: Schmutzpartikel. Gerne lese ich ihren Kommentar in einer e-mail an info@hydraulischer-abgleich.de


 
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